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Totensonntag: Gedenktag für die Verstorbenen

Inhaltsverzeichnis

Trauerbewältigung braucht Zeit und Raum. Mit besonderen Feiertagen gedenkt die christliche Kirche deshalb jährlich der Verstorbenen, insbesondere der Verstorbenen des vergangenen Jahres. Für die evangelische Kirche heißt dieser Tag Totensonntag.

Der Totensonntag Ende November ist sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz ein religiöser Gedenktag und ein Feiertag, jedoch kein gesetzlicher Feiertag. Er fällt immer auf die Spanne zwischen 20. und 26. November, denn der Totensonntag ist grundsätzlich der letzte Sonntag vor dem 1. Advent ‒ und damit zugleich der letzte Sonntag des alten Kirchenjahres, bevor das neue Kirchenjahr beginnt.
Der Sinn des Feiertags ist nach kirchlicher Auffassung das Gedenken an die Toten, aber auch die Trostspende für die Trauernden. Insbesondere durch seine alternative Bezeichnung als Ewigkeitssonntag soll der Totensonntag die Hinterbliebenen trösten und den Gläubigen ihre Angst vor dem Tod nehmen.

„Stiller Tag“: Das müssen Sie beachten

Der Totensonntag ist ein geschützter Feiertag und zählt zu den „stillen Tagen“. Das bedeutet, dass an diesem Tag bestimmte Einschränkungen für Tanz, Musik und Feste zur Unterhaltung gelten, und zwar deutschlandweit, mit Ausnahme von Hamburg.

Zudem gilt ein Arbeitsverbot für zahlreiche Betriebe wie Fahrschulen, Waschanlagen oder Waschsalons. Je nach Bundesland sind auch Märkte, gewerbliche Veranstaltungen und Sportevents verboten. Kulturelle Angebote, Freizeit- und Wellness-Einrichtungen zur Erholung dürfen regulär geöffnet bleiben.

Rituale am Totensonntag

Zahlreiche Bräuche unterstützen das Gedenken an die Verstorbenen am Totensonntag. Während einige sich auf den Friedhofsbesuch und das Anzünden von Kerzen beschränken, besuchen andere die Gottesdienste und Totenmessen und leisten Fürbitten für ihre verstorbenen Verwandten und Freunde. Viele Pfarrer verlesen am Totensonntag die Namen der Verstorbenen aus dem letzten Kirchenjahr.
Häufige Praxis an diesem Trauertag ist zudem das Reinigen des Grabsteins und Schmücken der Gräber mit Trauerblumen und Gestecken. Somit bietet der Totensonntag neben Jahrestagen wie dem Geburtstag und Todestag der bzw. des Verstorbenen eine weitere Möglichkeit zur Trauerverarbeitung und zum gemeinsamen Erinnern. Weihnachtsmärkte und das vorweihnachtliche Dekorieren und Schmücken beginnen traditionell immer erst nach dem Totensonntag.

So können Sie am Totensonntag Ihre verstorbenen Angehörigen ehren

  • Besuch der Grabstätte auf dem Friedhof
  • Kerzen oder Grablicht auf dem Grabmal aufstellen
  • Grabstein reinigen
  • Grab mit Blumen neu schmücken
  • Gottesdienst oder Totenmesse besuchen
  • Fürbitten sprechen
  • Bewusstes Gedenken an den/die Verstorbene/n
  • Gemeinsames Essen und Erinnern mit der Familie und Freunden


Geschichte des Totensonntags

Doch wo liegen eigentlich die historischen Ursprünge des Totensonntags? Die Forschung sagt: Der preußische König Friedrich Wilhelm III. bestimmte 1816 den letzten Sonntag des Kirchenjahres zum „allgemeinen Kirchenfest zur Erinnerung an die Verstorbenen“. Der Feiertag wurde daraufhin von den übrigen evangelischen Landeskirchen übernommen. Ob der Totensonntag allerdings nur aufgrund des Fehlens eines Totengedenktages ins Leben gerufen wurde oder ob er an ein konkretes Ereignis erinnern soll ‒ etwa an die Gefallenen der Befreiungskriege gegen Napoleon in den Jahren zuvor oder die gerade verstorbene Königin Luise ‒ ist bis jetzt nicht ganz eindeutig geklärt.

Weitere christliche und staatliche Totengedenktage

Das Pendant zum Totensonntag in der römisch-katholischen Kirche ist Allerseelen am 2. November. Bereits einen Sonntag vor dem evangelischen Totensonntag wird in Deutschland der sogenannte Volkstrauertag, ein staatlicher, nichtkirchlicher Feiertag, begangen: Bei diesem geht es um das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt, unabhängig von kirchlicher und nationaler Zugehörigkeit.

Totengedenktage in anderen Ländern und Religionen

Auch in anderen Ländern und Kulturen werden Totengedenktage gefeiert, so z. B. in den Niederlanden (4. Mai), in Japan (13. bis 15./16. Juli) und in China (4./5./6. April). Japan vollzieht mit O-Bon bzw. Bon beispielsweise eine buddhistische Tradition, die sich um die Wiedervereinigung der Familie, aber auch um die Verbindung von Diesseits und Jenseits dreht.

Auch beim Día de los Muertos in Mexiko (31. Oktober bis 2. November) wird der Verstorbenen gedacht ‒ allerdings anders als bei den meisten Totengedenktagen nicht durch einen Trauertag, sondern in Form eines fröhlichen, bunten Volksfestes.

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